Strategien für ADHS

ADHD

Einige von Ihnen wissen vielleicht, dass ich zwei Kinder mit ADHS und sensorischen Verarbeitungsstörungen habe und mein Sohn im Autismus-Spektrum liegt. In den letzten Jahren kamen viele meiner Klienten mit ähnlichen Beschwerden zu mir. Ich möchte einige der größten Herausforderungen hervorheben, mit denen sie konfrontiert sind, und Techniken und Strategien vorstellen, die dabei helfen, negative Emotionen und Gefühle zu reduzieren.

Lassen Sie uns diskutieren, wie Kinder und Jugendliche mit ADHS in ihrem täglichen Leben Strategien zur Bewältigung von Impulsivität anwenden können. Zunächst ist es wichtig, zwischen Verhaltensimpulsivität und kognitiver Impulsivität zu unterscheiden.

**Verhaltensimpulsivität** 

Bezieht sich auf die Unfähigkeit, spontane Handlungen zu verhindern, die automatisch und zum ungünstigen Zeitpunkt erfolgen können und zu potenziellen zwischenmenschlichen Problemen führen können. Diese Art von Impulsivität ist eng mit der emotionalen Regulierung verbunden. Andererseits bezieht sich kognitive Impulsivität auf übereilte Entscheidungen. Sie geht häufig mit einer unorganisierten Führungsfunktion einher, wie z. B. Problemen mit dem Arbeitsgedächtnis, mangelnder Voraussicht, schlechtem Zeitmanagement oder unzureichender Planung, was dazu führen kann, dass Entscheidungen ohne ausreichende Informationen getroffen werden. Verhaltens- und kognitive Impulsivität können miteinander interagieren.

**Selbstregulierung**

Wie kann man also an dieser Art von Impulsivität im täglichen Leben arbeiten? Es gibt zwei Grundprinzipien: Selbstbeobachtung und Selbstregulierung. Diese Prinzipien gelten für die gesamte Entwicklung, es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Kinder häufig mehr Unterstützung sowohl bei der Selbstbeobachtung als auch bei der Selbstregulierung benötigen. Die Hilfestellung kann visueller Natur sein. Beispielsweise können im Klassenzimmer Erinnerungen auf dem Schreibtisch des Kindes angebracht werden, in denen Dinge wie „Heben Sie Ihre Hand, bevor Sie sprechen“ geschrieben werden. Dies hilft, impulsives Sprechen oder häufige Unterbrechungen im Unterricht zu bewältigen. Darüber hinaus ist die Einbindung zeitlicher Erinnerungen unerlässlich. Wenn ein Kind versteht, wie die erste Tageshälfte oder der gesamte Tag strukturiert ist, hilft es bei der Selbstregulierung entsprechend den geplanten Aktivitäten.

The assistance provided can be visual. For instance, in a classroom setting, reminders can be placed on the child’s desk, that write things like “Raise your hand before speaking.” This helps address impulsive speaking or frequent interruptions in class. Additionally, incorporating temporal reminders is essential. If a child has an understanding of how the first half of the day or the entire day is structured, it aids in self-regulation according to the planned activities.

**Übergang** 

Übergänge zwischen Aktivitäten können für Kinder mit ADHS aufgrund erhöhter plötzlicher Reize und Veränderungen im Reizniveau der Umgebung besonders schwierig sein. Um diese Übergänge im Laufe des Tages zu bewältigen, ist es unser Ziel, Routinen und Rituale zu etablieren. Belohnungen spielen in diesem Prozess eine entscheidende Rolle. Es ist wichtig, sich auf die Belohnung der Mühe zu konzentrieren und nicht nur auf das Endergebnis. Wir möchten die Absicht des Kindes loben, sein Verhalten zu beobachten und zu regulieren, und nicht das konkrete Ergebnis.

Rewards play a vital role in this process. It’s important to focus on rewarding the effort rather than just the end result. We want to praise the child’s intention to observe and regulate their behaviour, rather than the specific outcome. 

**Jugendliche**

Was ist mit Jugendlichen? Die Philosophie bleibt dieselbe: Selbstbeobachtung und verstärkte Selbstkontrolle. Das Ziel besteht darin, die Neugier zu kultivieren, was durch Psychoedukation, Achtsamkeit, Selbstbeobachtung durch Meditation und ein besseres Verständnis unserer Funktionsweise erreicht werden kann. Die Idee besteht darin, Schwachstellen als Chancen für persönliches Wachstum zu betrachten. Unser Ziel ist es, eine positive Einstellung zu bewahren und Interesse, Neugier, Selbstfreundlichkeit und Bewusstsein für unsere Prozesse zu fördern. Es ist wichtig zu erkennen, dass es keine einheitliche Lösung gibt, die für alle funktioniert.

**Verfahren**

Hierbei handelt es sich um einen Prozess, bei dem es darum geht, herauszufinden, was für bestimmte Personen funktioniert. Wir können uns sicherlich von verschiedenen Techniken inspirieren lassen.

**IMPULS**

Susie Young und Jessica Bremen haben eine Möglichkeit entwickelt, Selbstbeobachtung und Selbstregulierung durch die IMPULSE-Technik zu konzeptualisieren. Die IMPULSE-Technik bietet Prinzipien für die Arbeit an der Impulsivität.

- **I**: Identifizierung eines Zielproblems oder -verhaltens. Ich habe zum Beispiel Probleme mit der Verwaltungsarbeit und zögere, meine Schulaufgaben zu erledigen. Ich werde die Merkmale dieses Verhaltens identifizieren: wann es auftritt, seine Häufigkeit und meine Erfahrungen in diesen Momenten.

- **M**: Mentalisierung beinhaltet die explizite Anerkennung dessen, was ich durchmache. Ich muss mich selbst beobachten, während ich diesen Zustand erlebe. Es ist wirkungslos, mir einfach zu sagen, ich solle mit dem Aufschieben aufhören, denn das ist ein negativer Ansatz. Es ist wichtig zu erkennen und zu akzeptieren, dass ich mich derzeit in dieser Denkweise befinde. Dieses Verhalten wird häufig durch den Autopiloten gesteuert, sodass sich die Situation erheblich verändert, wenn man diese Beobachtung explizit macht.

– **P**: This step involves engaging partners, peers, or parents to help me observe the behaviour itself.

- **U**: Nutzen Sie die von Gleichaltrigen, Eltern und sich selbst gesammelten Informationen, um Verantwortung zu übernehmen und über Veränderungen nachzudenken.

– **L**: This involves making lists and imagining various ways I can implement change—methods I want to try out to alter my behaviour.

- **S**: Nach der Ideengenerierung sind Strategien gefragt. Dieser Schritt beinhaltet das Ausprobieren verschiedener Ansätze, die zu einer Verbesserung führen können.

- **E**: Die Bewertung besteht darin, zu beurteilen, wie meine Strategien funktioniert haben. Dazu gehört die Feststellung, was nützlich war und was nicht, und die Untersuchung der Auswirkungen, die diese Implementierungen auf mein Verhalten hatten: Kommt es häufig vor? Ist es intensiv? Gab es Erfolge? Dieser gesamte Bewertungsprozess kann die Wertschätzung für den Weg von der Beobachtung bis zur Selbstregulierung problematischer Impulse steigern.

Zu den weiteren effektiven Strategien zum Erlernen der Emotionsregulierung und zum Beherrschen impulsiven Verhaltens zählen Meditation und autogenes Training. Diese helfen dabei, Selbstermächtigung und Ruhe zu entwickeln, um den „Monkey Mind“ zu beruhigen.

**Tibetan Mahamudra meditation (breath meditation) teaches us mindfulness, allowing us to connect deeply with our emotions and learn how to respond to them before we face triggering situations, such as transitioning from one scenario to another. These transitions can often provoke instant anxiety or frustration, potentially overwhelming us. However, by becoming aware of our emotions, we develop emotional regulation. More importantly, we also gain insight into the situations that trigger these emotions, enabling us to avoid them altogether using Self-Observation**

**Autogenic Training helps navigate our fight and flight mechanism. Through autogenic training, we encourage the activation of our rest and digest mechanism. This profound relaxation phase leads to a calmer, more constructive and organised train of thought, enabling us to make better decisions. Through daily practice, we can train our brains to avoid overdrive.

**Impulsivität**

differenziert zwischen Verhaltensimpulsivität und kognitiver Impulsivität. Für Kinder ist es wichtig, ihnen dabei zu helfen, Selbstbeobachtung und Selbstregulierung zu erlernen, indem visuelle Erinnerungen und Zeithinweise verwendet werden, die ihre täglichen Aktivitäten und Aufgaben strukturieren. Darüber hinaus kann die Implementierung eines Belohnungssystems sie motivieren, ihre Impulsivität zu kontrollieren. 

**Reprise**

Für Jugendliche gelten die gleichen Grundsätze. Es gibt keine einheitliche Technik; Stattdessen sollte der Fokus darauf liegen, Kinder und Jugendliche zum interessierten, neugierigen Beobachten und Anwenden verschiedener Strategien zu bewegen. Bewerten Sie ihre Wirksamkeit, um zu verstehen, welche Fortschritte sie beim Umgang mit Impulsivität machen. Aktivitäten wie IMPULS- und MEDITATIONSübungen gehören zu den besten Methoden, um Neugier, Emotionsregulation und kognitive Impulsivität zu fördern.

**Related sources:   

What is neurodiversity:https://www.cuh.nhs.uk/our-people/neurodiversity-at-cuh/what-is-neurodiversity/

Mental health crisis in Europe:https://www.euronews.com/health/2023/09/09/europes-mental-health-crisis-in-data-which-country-uses-the-most-antidepressants

NASA studies for mental health in space:https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8696290/

How stress affects cancer risk: https://www.mdanderson.org/publications/focused-on-health/how-stress-affects-cancer-risk.h21-1589046.html

Why does the early years of childhood increase the risk of stress https://acamh.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/jcpp.13205

Association with parasympathetic and sympathetic activity in job stress and burnout https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0205741

Autogenic Training: Dr Kai Kerman´s book “Autogenic Training The Effective Way to Conquer Stress”